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now / jetzt

Lichtkinetischer Torbogen zwischen Alt- und Neustadt von Erding - zum Wert der »Gegenwart / des Augenblicks« - 1. Preis, Wettbewerbsrealisierung. Am 8.12. um 18:00 hat der Oberbürgermeister den Bürgern von Erding dieses neue Symbol übergeben - 2015


»Jetzt« erstahlt
Nach einer Realisierungsphase von vier Jahren wurde das sechzehn Meter weit ausladende, lichtkinetische Werk des Künstlers Robert Kessler jetzt fertiggestellt. Als symbolisches Tor zwischen Alt- und Neustadt markiert der filigrane Bogen »die Kostbarkeit des Augenblickes«, das »Jetzt« - die Verbindungsstelle von Vergangenheit und Zukunft.

Torbogen zur Altstadt
Das Kunstwerk bezieht sich in seiner Form des Bogens auf das ehemalige »Haager Tor«, das einmal nicht weit vom Kunstwerk entfernt stand. Robert Kessler recherchierte die ehemalige Existenz und den Standort des Tores und fand darin die treffende Analogie zur Schnittstelle von Zeit, zwischen Altem und Neuem - dem Thema »JETZT«.  Das Kunstwerk greift mit seiner Gestaltung die Form eines Erdpfluges auf und stellt damit eine direkte Beziehung zum Stadtwappen und der Geschichte der Stadt Erding her. Seine weit über die Straße reichende Form läuft in einem Bogen verjüngend zusammen und bildet somit eine Art Tor.

Kostbarkeit des Augenblicks
Das Kunstwerk bietet dem Besucher Ort und Anlass für einen bewussten Augenblick der Wahrnehmung von Zeit, dem Phänomen zwischen Altern und »Neuwerden«. Das symbolische Tor am Ort des sichtbar gewordenen Wandels der Zeiten, lädt zum Verweilen ein und bietet eine Gelegenheit zur bewussten Begegnung mit der Kostbarkeit des Augenblickes, der eigenen Existenz, der Gegenwart - dem »Jetzt«. Die Skulptur markiert mit ihrer Bezugnahme zum historischen Haager Tor den Übergang zwischen Alt- und Neustadt. Sie vergegenwärtigt an dieser Stelle die Entwicklungsgeschichte der Stadt Erding zwischen seiner Vergangenheit und Zukunft. Der Titel »Jetzt« gibt auch wiederkehrenden Besuchern einen Impuls, die außerordentliche Kostbarkeit des Lebens, des Augenblickes immer wieder neu zu würdigen, sie als Perle zu erkennen, die sich aus unzählbaren einzelnen Augenblicken zur Perlenkette unserer Lebenszeit zusammensetzt. Die Einteilung des Bodenbelages in zwei farblich unterschiedliche Beläge unterstreicht optisch das Zusammentreffen der unterschiedlichen Welten der Zeit. Im Bodenbereich vor dem Kunstwerk befindet sich der »Jetzt-Lichtkeil«. Seine auf den Punkt zulaufende Form spricht den Besucher direkt auf seine eigene Gegenwart, sein eigenes »Jetzt« an. Wie jeder Augenblick der Gegenwart, so spaltet der Keil die Vergangenheit von der Zukunft.

Licht und Interaktion
Aktiviert ein Betrachter bei Dunkelheit mit seiner Bewegung die Beleuchtung des Kunstwerkes, so quittiert ein Pulsieren des Lichtes auf der gesamten Unterseite des Bogens und des »Jetzt-Lichtkeils«, den erwähnten kostbaren Moment seiner Gegenwart - seinem »Jetzt«.